Vereinsgeschichte

Am 5.1.1928 erfolgte die Gründung des Fussball Club Oensingen im heutigen Clublokal Gasthof “Rössli“.

Im ersten Meisterschaftsspiel vom 5.3.1928 kassierte unser Team in Flumenthal mit 0:10 gleich ein “Stängeli“.

Mit der Erringung der Gruppenmeisterschaft in der Serie D (Saison 1929/30) und in der Serie C (Saison 1930/31) waren der 1. Mannschaft die ersten Erfolge beschieden.

Mit der Durchführung des ersten Maskenballs und des ersten St. Niklausjagen beteiligte man sich im Jahre 1933 auch aktiv am Dorfleben.

Die Bemühungen im Nachwuchsbereich ermöglichte die Meldung einer Juniorenmannschaft auf die Saison 1934/35.

Während des Weltkrieges (1938-1945) musste der Spielbetrieb gänzlich eingestellt werden.

An einer Vereinsversammlung mit 21 Aktiven und 13 Junioren wurde der Fussball Club Oensingen am 12.7.1945 zu neuem Leben erweckt und der Meisterschaftsbetrieb wieder aufgenommen.

Auf dem neuen Sportplatz an der Kestenholzstrasse reichte es dem Fanionteam zum 4. Liga-Gruppenmeister und die tapferen Junioren C gewannen am Kantonalen Juniorenturnier den Fairness-Preis.

Einen stolzen Erfolg brachte die Saison 1949/50: Mit dem Punktemaximum (14 Spiele -28 Punkte) eroberten wir wiederum den 4. Liga-Gruppenmeister-Titel. Die Junioren A wurden Kantonaler Juniorenmeister und Sieger im Orientierungslauf (!).

Die 50er-Jahre bescherten uns die erfolgreichsten Saisons der bisherigen Vereinsgeschichte: 1952/53 Gruppenmeisterschaft in der 3. Liga und in den Junioren C; 1953/54 wurden beide Aktivmannschaften Regionalmeister und stiegen in die 2., bzw. 3. Liga auf; 1957/58 und 1958/59 errang unsere 1. Mannschaft jeweils den Regionalmeistertitel, scheiterten jedoch beide Male in den 1. Liga-Aufstiegsspielen.

In den darauffolgenden Jahren begann für das Fanionteam eine Gratwanderung zwischen Abstieg in die 3. Liga und Aufstieg in die 2. Liga.

Neben dem Aufstieg 1975/76 der 1. Mannschaft in die 2.Liga gelang den Senioren derjenige in die Meistergruppe und die A-Junioren wurden Gruppenmeister.

Anlässlich unseres 50-jährigen Jubiläums am 1./2.u.3.9.1978 durften wir bereits unsere neue Sportanlage “Bechburg“ benützen. Dieses Gemeinschaftswerk, getragen durch alle Sportvereine, repräsentiert durch die Sportvereiningung Oensingen, unterstützt durch die Gemeindebehörden und den Goodwill des Souveräns, liess eine Sportstätte entstehen, die unser Dorfbild wertvoll bereichert. Mit den erbrachten Eigenleistungen durch die Mitglieder des Fussball Clubs dürfte dieser seinerseits die erwartete Bereitschaft erbracht haben.

Im Jahre der Sportplatzeinweihung (8./9.u.10.8.1980 mit dem Nationalliga A-Eröffnungsspiel Basel – Xamax Neuenburg) wurde unsere 1. Mannschaft 3. Liga-Regionalmeister und stieg wieder einmal in die oberste Amateurliga auf, während sich die Senioren als Sieger des Kant. Seniorenturniers feiern liessen.

Ende 1984/85 schaffte das Reserveteam sogar den Aufstieg in die 3.Liga.

In der Saison 1985/86 wurde in Bad Ragaz erstmals ein Juniorenlager durchgeführt, was in den Folgejahren in mehr oder weniger regelmässigen Abständen an anderen Unterkunftsorten wiederholt wurde.

1993/94 tauchten wir wieder in die 3. Liga und retteten uns in der folgenden Saison erst im allerletzten Moment vor dem Abstieg in die Anonymität der 4. Liga.

Die 1. Mannschaft beteiligte sich am OT-Cup und die Junioren traten der Juniorengruppierung Bechburg bei.

Auch ausserhalb des Spielfeldes war unser Verein tätig: Die Senioren halfen bei der Organisation und Durchführung des 100. Soloth. Kant. Schwingfestes, die Aktiven bei der Schulhauseinweihung der Primarschule mit.

Die folgenden drei Saisons waren geprägt vom zweimaligen Scheitern der Erstteamler in den Aufstiegsspielen, sowie anschliessend von der Rettung vor dem drohenden Abstieg.

1997/98 durfte die 1. Mannschaft an der von unserem Verein im schmucken Bienkensaal organisierten Delegiertenversammlung des Sol. Kant. Fussballverbandes den 3. Liga-Fairnesspreis in Empfang nehmen.

Im gleichen Jahr waren wir auch – wiederum im Bienkensaal - für die Durchführung der Verleihung der Kant. Sportverdienstpreise durch den Regierungsrat verantwortlich.

In derselben Saison wurde im Rahmen des “Paul Senn-Cup“ das 70-jährige Bestehen im kleinen, aber würdigen Rahmen gefeiert.

Im Gegensatz zu den Aktiven (beide Teams entgingen knapp dem Abstieg), ernteten 1998/99 die Senioren (2. Rang in der Meistergruppe; Erreichung des Hallenturnierfinals; Teilnahme am Schweizer-Senioren-Cup) und die Veteranen (5. Rang in der Meistergruppe; Erreichung des Sol.-Cup-Finals) die Lorbeeren.

Das wichtigste sportliche Ereignis – wenn auch vom Wetterpech verfolgt - war sicher das U 16- Länderspiel Schweiz – Belgien vom 15.4.99 auf unserem Sportplatz Bechburg.

In der Saison 2000/01 scheiterte einerseits die 1. Mannschaft wiederum in den 3./2. Aufstiesspielen, andrerseits vermied das Reserveteam knapp den Abstieg in die 5. Liga.

Ein weiteres Merkmal war der Austritt aus der Juniorengruppierung Bechburg.

Auf Grund eines zu wenig erzielten (oder eines zuviel erhaltenen) Tores verpasste das Fanionteam Ende Saison 2001/02 die Aufstiegsrunde.

In den letzten Jahren des vergangenen Jahrtausends begann auch ein Wandel in den unteren Fussballregionen. Da einige gute Spieler abwanderten, um in höheren Ligen ihr Glück zu versuchen, musste die eigene Mannschaft durch Zuzug auswärtiger Spieler verstärkt werden. Weitere Neuerungen sind die Einführung eines Sponsorings und das Erstellen eines Matchprogrammes.

Eine Vereinschronik befasst sich vorwiegend mit den Begebenheiten der 1. und 2. Mannschaft. Diese wäre jedoch unvollständig, würde man die anderen Teams unerwähnt lassen.

Einen wichtigen Beitrag zu unserem Vereinsleben leisten die älteren Semester, nämlich die Senioren und Veteranen. Nebst den fussballerischen Höhepunkten (z.B. Schweizer-Cup-Spiele gegen Sion oder Luzern) ist auch ihre Arbeit neben dem Sportplatz von immenser Bedeutung. Ohne sie wäre ein Vereinsleben undenkbar.

Auch die Youngsters, unsere Junioren, verzeichneten grosse Erfolge (z.B. Mitwirkung in der Inter- B-Meisterschaft; Aufgebote einiger Talente in Kant. Juniorenauswahlen; Teilnahme am Kant. Juniorenlager, Organisation eigener Hallenturniere).

Die dritte Gruppe ist die wichtigste. Bei Niederlagen sind sie die Sündenböcke, bei Siegen ein notwendiges Übel. Damit meine ich unsere Schiedsrichter, denen man oft nicht die notwendige Aufmerksamkeit schenkt, aber ohne sie läuft nichts auf dem Spielfeld. Es ist sicher angebracht, diesen (ehemalige und aktive) bestens zu danken.

In all den vergangenen 75 Jahren wurden auch etliche Kontakte über die Grenzen hinaus geknüpft (z.B. Paris, Wien, Mülhausen, Osthofen).

1985 gewann unser Verein am internat. Turnier in Niederdorf den 1. Preis im “Cup der Nationen“. Das wäre eigentlich nichts ausserordentliches, aber dieser Sieg wurde nicht, wie üblich, auf dem Fussballfeld errungen, sondern es war ein Sängerwettbewerb. Der Siegessong war ... unser FC-Lied!!

Mit verschiedenen Aktivitäten war und ist unser Verein bestrebt, eine positive Finanzlage zu erzielen. Waren es früher der Enicar-Cup, der Maskenball, das Oktoberfest und der Lottomatch; so sind es heute der Paul Senn-Cup mit Dorfturnier; der Sponsorenlauf, die Abendunterhaltung mit eigener Theatergruppe und der Ziebelimäret.

Mit dem alljährlich wiederkehrenden Angebot im “Ferienpass“ leistete unser Verein auch einen Beitrag gegenüber der Öffentlichkeit.

Unsere Sportplatzanlage hat auch schon etliche Höhepunkte erlebt. Nebst den Aufstiegsspielen und dem Eröffnungsspiel Basel – Xamax Neuenburg sind das Alpencup-Spiel YB – Voest Linz; das Schweizer-Cup-Spiel Oensingen – Old Boys (NB) und das U 16-Juniorenländerspiel Schweiz – Belgien zu erwähnen.

Auch wir – nicht nur das altehrwürdige und jetzt abgerissene Wembley-Stadion - besitzen einen heiligen Rasen, denn auf unserer Sportanlage wurden schon 2 Primizen zelebriert.

Ein denkwürdiges Datum ist der 16.12.02. Da wurde dem FC Oensingen an der Budgetgemeindeversammlung eine Beitragsleistung à fonds perdu sowie ein zinsloses Darlehen für den Umbau und die Erweiterung des Clubhauses gewährt. Die Arbeiten – mit initiativer Eigenleistung unserer Vereinsmitglieder – wurden unverzüglich in Angriff genommen, so dass die Einweihung in einem würdigen Rahmen gefeiert werden konnte.  

Der heutige Vereinsbetrieb kann und darf nicht mehr mit demjenigen früheren Jahre verglichen werden. Die Betriebskosten wie Platzunterhalt, Ballmaterial, Sportdress, Schiedsrichterspesen, Gebühren jeglicher Art – um nur die grössten “Brocken“ zu nennen – stellen eine grosse finanzielle Belastung dar.

Ohne die Unterstützung durch Gemeindebehörden, Gewerbe, Sponsoren, Supporter, Gönner, Passivmitglieder, Matchbesucher, sowie Dress- und Ballspender wäre dies nicht mehr verkraftbar.

Diese, unserem Verein immer und immer wieder erwiesene Bereitschaft verdient Dank und Anerkennung!